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Rhododendron – Düngen, pflegen, schneiden und mehr

Bei dem Rhododendron handelt es sich um einen beliebten Strauch, der zur Blütezeit in den unterschiedlichsten Farben aufleuchtet. Aber die Pflanze ist nicht nur schön anzusehen, sie stellt auch Ansprüche an ihre Umgebung und Pflege. Wer mit dem Gedanken spielt, einen Rhododendron im Garten zu pflanzen, sollte sich zunächst ausreichend informieren. Der folgende Artikel beschäftigt sich mit sämtlichen Aspekten rund um den Rhododendron.




Herkunft des Rhododendrons

Der Rhododendron gehört der Familie der Heidekrautgewächse an. Darüber hinaus gibt es nicht nur den einen Rhododendron, sondern über tausend Arten des Blütestrauches. Einige Arten werden 15 Zentimeter groß, andere entwickeln sich zu 20 Meter hohen Bäumen. Viele für den Garten beliebte Rhododendren stammen aus Ostasien. Hier gedeihen sie in Laub- und Mischwäldern auf Rohhumusböden. Aber auch in Deutschland haben wir heimische Arten- die Rostblättrige Alpenrose, Rhododendron ferrugineum, sowie die Bewimperte Alpenrose, Rhododendron hirsutum. Beiden Arten begegnet man ebenfalls in Süd- und Osteuropa, vor allem in lichten Nadelwäldern.

Rhododendron bedeutet übersetzt „Rosenbaum“. Der Begriff stammt aus dem Griechischen. Viele der aus Asien kommenden Gartenformen des Rhododendrons werden jedoch immer wieder mit dem deutschen Begriff „Alpenrose“ benannt. Azaleen haben früher eine eigene Gattung dargestellt. Aufgrund ihrer großen Ähnlichkeit zum Rhododendron, gehören sie nun ebenfalls zu Rhododendron- Gattung.

Besonders beliebt für den Garten sind hierzulande die Großblumigen Hybride sowie die Yakushimanum-Hybriden. Die Großblumigen Hybride haben immergrüne Eigenschaften und ragen, ausgewachsen, mehrere Meter in den Himmel. Im Bereich der Azaleen werden die rund zwei Meter großen Knap-Hill-Hybride und Japanischen Azaleen vermehrt gekauft. Ebenfalls beliebt ist die Rhododendron- Zuchtform des Repens-Hybriden. Der Repens-Hybrid blüht meistens in einem roten Farbton auf.

Lila Rhododendron

Lila Rhododendron ©iStockphoto/RandomPhotoGuy

Was es über Rhododendren zu wissen gibt

Rhododendren sind nichts für ungeduldige Gärtner. Sie benötigen nämlich viel Zeit zur Entwicklung und wachsen nur langsam. Die Blätter des blühenden Busches befinden sich in radialer Anordnung um die Zweige herum. Ein großer Teil der Rhododendren verfügt über eiförmige, manchmal auch längliche Blätter. Die Randblätter wölben sich nach oben. Bei den meisten Arten ist das Laub immergrün. Bei anderen nimmt es einen sommergrünen Farbton an. Zu Beginn der Blütezeit, wenn es allmählich wärmer wird, weisen die Austriebe bei einigen Rhododendren eine weiße, gelbe oder rostrote Schicht auf, die sie bedeckt. Diese Schicht schützt vor einem Sonnenbrand und ist mit fortschreitendem Sommer verschwunden.

Rhododendren blühen in einer Vielzahl an Farben auf. So gibt es blaue Arten, wie den Rhododendron impeditum, weiße oder rosafarbene in den unterschiedlichsten Tönen. Bereits im Vorjahr hat der Busch seine Blütenknospen gebildet. In der Regel öffnen sie sich gegen April und Mai. Der Vorfrühlings-Rhododendron ist meistens besonders früh dran. Bereits im März blüht er zu voller Schönheit auf.

Die Ansprüche des Rhododendrons

Damit der Rhododendron bald eine herrliche Blütenpracht aufweist, dürfen seine Ansprüche nicht ignoriert werden. Bevor man mit dem Einpflanzen des Strauches beginnt, gibt es folgendes zu beachten:

1. Der Boden
Rhododendren benötigen einen kalkfreien, humusreichen Boden. Seine Ansprüche an den Boden können so manch einen Hobby-Gärtner in die Verzweiflung treiben. Die Erde sollte an allen Stellen eine gleichmäßige Feuchtigkeit aufweisen und bestenfalls aufgelockert sein.

2. Der Standort
Am liebsten hat der Rhododendron ein Plätzchen im lichten, aber kühl-feuchten Schatten. Einerseits sollte die Pflanze vor der starken Sonneneinstrahlung am Mittag geschützt werden, andererseits führt ein zu schattiger Platz zu der Entwicklung nur weniger Blüten. Letztendlich geht es darum, die Bedingungen des heimatlichen Waldes so gut wie möglich nachzuahmen.
Auf dominante Bäume sollte verzichtet werden. Sie erschweren aufgrund ihrer Wurzeln das Wachstum des Rhododendron, der ein sehr empfindliches Wurzelwerk hat. Garten-Experten zufolge ist vor allem der Wald-Kiefer, auch Pinus sylvestris genannt, ein optimaler Schattenspender für den Rhododendron. Im Gegensatz zu vielen anderen Bäumen, bildet er verhältnismäßig kürzere Wurzeln aus und verlegt diese in großer Tiefe.
Einige Wildarten und Hybride, wie der Yakushimanum-Hybrid, haben auch nichts gegen etwas sonnigere Standorte. Hier muss allerdings der Boden genügend befeuchtet sein.

Wie man einen Rhododendron einpflanzt

Damit der Rhododendron gut wächst, sollte man versuchen, die Bedingungen seines Naturstandortes nachzuahmen. Dazu gehört unter anderem ein lockerer, humusreicher Boden. Bei einem schweren Lehmboden, können sich die Wurzeln der Pflanze nicht ausreichend entwickeln und der Rhododendron geht ein. Wenn der Boden an der geplanten Stelle nicht für den Rhododendron geeignet ist, bleibt dem Gärtner nichts anderes übrig, als ihn auszutauschen. Dafür wird für jede Pflanze ein Loch ausgehoben in der Tiefe von zirka 50 Zentimetern. Der Durchmesser sollte etwa bei 150 Zentimetern liegen. Nachdem die alte Erde ausreichend ausgehoben wurde, wird das Loch aufgefüllt. Eine gute Mischung besteht aus Rindenkompost und Sand zu gleichen Teilen. Wenn abgelagerter Kuhmist vorhanden ist, kann dieser hinzugegeben werden. Bevor die Füllung beginnt, ist es nicht verkehrt, groben Bausand auf die Sohle des Loches zu schütten. Auf diese Weise wird eine zu starke Staunässe verhindert.

Bei einem sandigen Boden genügt es, vor dem Einpflanzen des Rhododendrons Rindenkompost sowie Rinderdung in den Boden zu geben.

Das Wurzelwerk des Rhododendrons steckt bei der Lieferung in der Regel in einem Topf oder einem Wurzelballen. Zunächst wird ein ausreichend tiefes Loch gegraben. Anschließend den Wurzelballen in das Loch stellen und die Erde vorsichtig festdrücken. Hier ist etwas Vorsicht gefragt- die obere Seite des Wurzelknollens sollte nämlich erdfrei bleiben. Wenn der Rhododendron zu tief in der Erde sitzt, sterben die Wurzeln ab und die Pflanze hat keine Chance, zu überleben. Deswegen ist es besser, den Wurzelballen sicherheitshalber ein bis zwei Zentimeter über das Erdreich hinausragen zu lassen.

Sobald der Rhododendron ordentlich eingepflanzt ist, darf natürlich das Angießen nicht vergessen werden. Zuletzt werden nur noch Sägespäne um die sichtbaren Wurzeln herum verteilt sowie eine Schicht aus Rindenmulch- oder Kompost. Diese sollte etwa eine Dicke von fünf Zentimetern aufweisen. Sie bewahrt den Boden vor dem Austrocknen und starken Temperaturschwankungen, wie die Laubschicht es am eigentlichen Naturstandort des Rhododendrons tut.

Wenn die Bodenverhältnisse sehr ungünstig sind, kann es sich lohnen, in einen Inkarho–Rhododendron zu investieren. Dieser ist teurer als andere Arten. Dafür ist er etwas kalktoleranter und kommt mit lehmreichen, nicht ganz kalkfreien Böden besser zurecht. Dennoch ist es auch hier wichtig, den Boden ausreichend aufzulockern und ihm genügend Humus hinzuzufügen.

Wie man einen Rhododendron schneidet

Der Rhododendron ist, berechtigterweise, der Star im Garten. Er erfüllt seinen Gärtner angesichts seiner jahrzehntelang anhaltenden Blütenpracht mit Freude. Manchmal wächst der Rhododendron jedoch über sein Ziel hinaus und er muss geschnitten werden, damit er andere Pflanzen nicht einschränkt.

Gute Zeitpunkte zum Schneiden des Rhododendrons sind die Monate Februar, März sowie Juli bis September. Geschnitten werden darf jede Art. Sogar bei den schwächer wachsenden Japanischen Azaleen ist eine solche Verjüngungsmaßnahme möglich. Insgesamt sollte aber immer mit Achtsamkeit und Vorsicht gearbeitet werden.

Damit der empfindliche, immergrüne Blütenstrauch sich gut erholt und nicht eingeht, ist eine ausreichende Verwurzelung des Rhododendrons wichtig. Bei einem schlecht eingewurzelten Rhododendron kommt es nach dem Schnitt ansonsten zu Problemen- in einem solchen Fall besitzt er keinen, oder einen zu schwachen, Wurzeldruck, sodass keine neuen Triebe entstehen können. Man erkennt jedoch in der Regel mit Leichtigkeit, ob die Pflanze sich genügend eingelebt hat: Vor allem bei ungünstigeren Bodenbedingungen wachsen Rhododendren oftmals nur sehr wenig oder gar nicht. Stattdessen verliert die Pflanze am unteren Bereich ihre Blätter und wird stellenweise kahl, während die Triebspitzen noch Blätter haben. Wer einen solchen Rhododendron bei sich im Garten stehen kann, sollte ihn mit einem Ruck aus der Erde ziehen können. Die geschilderten Symptome deuten nämlich darauf hin, dass der Strauch sich, selbst nach Jahren, noch nicht mit dem Boden angefreundet und das Erdreich durchwurzelt hat. Hier sollte auf einen Schnitt verzichtet und die Pflanze zunächst an einen anderen Standort gebracht oder die Bedingungen des Bodens zumindest verbessert werden.

Bei einem gut verwurzelten Rhododendron hingegen ist ein Verjüngungsschnitt problemlos möglich. Dafür werden die Äste einfach auf eine Länge von 30 bis 50 Zentimetern gestutzt. Im Bereich der verholzten Triebe findet man so genannte schlafende Augen, die nach einem Schnitt Knospen bilden und neu austreiben. Wenn die Pflanze sich schon einige Jahre eingelebt und armdicke Äste hervorgebracht hat, lassen sich sogar diese schneiden.

Wer mit dem Schnitt zögert, kann die Äste auch in zweit Schritten kürzen. Ein solches Vorgehen gilt als schonender, weil der Blütestrauch nicht direkt die gesamte Masse an Blättern verliert. Für ein schrittweises Vorgehen wird im ersten Jahr ungefähr die Hälfte der Äste zurecht geschnitten. Wenn im zweiten Jahr die Kürzung der anderen Hälfte ansteht, sind die Schnittwunden des Vorjahres bereits durch neue Triebe bedeckt. Große Wunden sind mit einem Messer glatt zu schneiden und mit einem Wundverschlussmittel zu behandeln.

Damit der Rhododendron sich nach dem Schnitt gut erholt, benötigt er nun etwas mehr Aufmerksamkeit als üblich. Besonders wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen. Geeignet ist hier die Hinzugabe von Hornspänen oder Rhododendron-Dünger, die Erneuerung der Mulchschicht und, gerade in trockenen Zeiten, kalkfreies Wasser. Das Wasser stammt am besten aus der Regentonne.

Nach einem Schnitt dauert es seine Zeit, bis der Rhododendron seine volle Blütenpracht zurückerlangt. Er wächst nämlich genauso langsam wie zuvor. Deswegen kann es bis zu vier Jahre dauern, bis die Pflanze allmählich beginnt, ihre alte Gestalt anzunehmen. In dieser Zeit sollte man jedes Jahr bis Februar die neuen, unverzweigten, langen Triebe stutzen. So beugt man Lücken vor und ermöglicht dem Blühstrauch eine kompakte Krone.

Wichtig: Nach einem Schnitt darf der Rhododendron zwei Jahre lang nicht umgepflanzt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass er nicht mehr austreibt.

Den Rhododendron mit Winterschutz über den Winter bringen

Das Überwintern des Rhododendrons im Beet ist gar nicht so schwer. Die Wurzeln der Pflanze befinden sich relativ flach unterhalb der Erdoberfläche. Hier fallen die Bodentemperaturen schnell ab, während das Erdreich in größerer Tiefe keiner solch großen Temperaturschwankungen unterliegt. Dementsprechend leiden bei dem Rhododendron zuerst die Wurzeln unter Frost und Kälte. Eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Überwinterung sind die Bodenbeschaffenheit und der Standort- kalkarm sollte der Boden sein und die Pflanze im Halbschatten stehen.

Durch den niedrigeren Regenfall und den Schnee muss der Rhododendron auf seinen natürlichen Kälteschutz verzichten. Bevor der Frost einsetzt, sollte der Strauch deswegen mit kalkarmen Wasser gegossen werden. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mit Sonneneinstrahlung können Trockenschäden entstehen. Diese lassen sich nicht mit Gießen vermeiden, sehr wohl aber mit der Beschattung durch Schilfmatten.

Wie man einen Rhododendron vermehrt

In Baumschulen ist die Vermehrung von Rhododendron-Hybriden durch Veredelung üblich. Im eigenen Garten reicht es jedoch völlig aus, einen Ableger zu setzen. Eine Ableger-Vermehrung wird durch einen professionellen Gartenbau in der Regel nur deswegen nicht umgesetzt, weil die Mutterpflanze viel Platz braucht und zu wenige Jungpflanzen hervorbringt. Wer nur eine geringe Stückzahl an Jungpflanzen möchte, kann sehr gut mit Ablegern arbeiten. Hier entfallen zudem gartenbauliche Normen, die Qualität und Wüchsigkeit der Rhododendren regeln.

Für eine Vermehrung durch einen Ableger sind vor allem Rhododendren geeignet, die bereits aus einem älteren Semester stammen und bodennahe Triebe aufweisen. Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung können Sie nichts falsch machen:

a: Suchen Sie einen geeigneten Trieb. Dieser sollte sich in Bodennähe befinden und so wenige Verzweigungen haben wie möglich. Prüfen Sie, ob der Trieb sich bis zum Boden biegen lässt, ohne dass eine vermehrte Bruchgefahr besteht. Anschließend werden sämtliche Seitentriebe entfernt. Auf diese Weise kann man dafür Sorge tragen, dass die Triebspitze genügend Nährstoffe erhält. Zuletzt wird auf der Unterseite ein kleines Stück der Rinde abgeschnitten, zum Beispiel mit einem Taschenmesser.

b: Die Länge des Verwundungsschnittes sollte ungefähr zwei Zentimeter betragen. Durch einen solchen Schnitt wird das Teilungsgewebe freigelegt. Die Pflanze wird daraufhin Wundgewebe produzieren. Aus diesem bilden sich schließlich die neuen Wurzeln hervor. Nun wird der Ableger in einer Mulde fixiert, am besten mit einem Zelthaken. Der Verwundungsschnitt sollte im Kontakt mit dem Boden stehen.

c: Damit der Rhododendron gerade wächst, wird das Triebende gestützt. Dafür einfach einen Bambusstab vorsichtig in die Nähe des Triebes in die Erde stecken und den Trieb mit dem Stab verbinden. Das Bindungsmaterial sollte jedoch nicht zu eng an dem neuen Trieb sitzen, sonst kann er zu Aufscheuerungen führen. Lassen Sie ihm ausreichend Platz und befestigen Sie den Ableger locker am Bambusstab. Nun wird die Mulde aufgefüllt. Der Trieb sollte gut bedeckt sein und regelmäßig gegossen werden.

Der neue Ableger sollte bis zum Winter neue Wurzeln gebildet haben. Bis zum Frühjahr bleibt er bei der Mutterpflanze, danach lässt er sich abtrennen. Dafür eignet sich ein spitzer Spaten. Anschließend wird der Ableger ausgegraben und an einem anderen Ort eingepflanzt. Die Jungpflanze braucht nun ausreichend Wasser, um sich gut einzugewöhnen.

Krankheiten erkennen und behandeln

Die häufigsten Krankheiten des Rhododendrons sind Schäden aufgrund von Witterung und Standort, Mineral- und Nährstoffmangel sowie Krankheiten durch Pilze, Viren, Bakterien oder durch Insekten.

a: Standort- und Witterungsschäden
Sonnenbrand: Sonnenbrand lassen sich daran erkennen, dass in der Sonne liegende Blätter gelbe oder braune Verfärbungen aufweisen, während die Blätter im Schatten unverändert ist. Sonnenbrand ist ein Hinweis darauf, dass der Standort nicht optimal geeignet ist für den Rhododendron.

Frostschaden: Braune Blätter und abgestorbene Blattränder weisen auf einen Frostschaden hin. Die Pflanze braucht einen besseren Schutz vor der Kälte. Schilfmatten schaffen Abhilfe.

b: Mineral- und Nährstoffmangel
Stickstoffmangel: Ältere Blätter haben eine hellgrüne oder gelbliche Verfärbung. Junges Laub vergilbt und im Sommer kommt es manchmal zu einem frühen Blattfall. Eine Stickstoffdüngung lässt die Symptome verschwinden.

Eisen- und Magnesiummangel: Wenn junge Blätter vergilben und nur die kräftige dunkle Farbe der Blattadern zurückbleibt, ist dies ein Indiz für einen bestehenden Eisen- oder Magnesiummangel. Ein entsprechender Rhododendron-Dünger hilft weiter, noch besser ist es jedoch, den pH-Wert des Bodens mit spezieller Erde zu senken.

c: Pilze, Bakterien, Viren
Ein gesunder, kräftiger Rhododendron wird eher selten unter Pilzen oder Viren leiden. Bei einer geschwächten Pflanze können die Schädlinge sich jedoch verbreiten. Hier sollte jeder betroffene Trieb abgeschnitten und schnellstmöglich aus dem Garten entfernt werden. Sie lassen sich auch verbrennen, um einen langfristigen und verbreiteten Befall zu vermeiden.

Echter Mehltau: Echter Mehltau tritt bei dem Rhododendron weniger auf. Eine grau-weiße Bedeckung weist jedoch auf ihn hin. Entsprechende Pflanzenschutzmittel helfen weiter.

Knospensterben: Während des Winters nehmen die Knospen des winterharten Rhododendrons eine bräunliche Verfärbung an und sterben schließlich ab. Im Frühjahr bleiben dem Strauch keine Knospen mehr. Besonders häufig steckt der Pilz Pycnostysanus azaleae hinter den Beschwerden. Schwarze Haare im Bereich des Fruchtkörpers im Frühling weisen auf den Pilz hin. Fungizide können den Pilz nicht vernichten. Deswegen ist die einzige Behandlungsmöglichkeit die Entfernung aller trockenen Knospen und das bis spätestens Ende April.

d: Insekten
Besonders beliebt ist der Rhododendron bei Rhododendronhaut- oder Netzwanzen, Rüsselkäfern und Dickmaulrüsslern. Diese knabbern Blätter sowie Triebe an, saugen die Nährstoffe aus der Pflanze heraus oder legen ihre Eier dort ab.

Abhängig vom Schädling findet man unterschiedliche Frassbilder und Blattverschmutzungen. Meistens sehen die Blattunterseiten rostig aus und es lassen sich Kotkügelchen finden. Loswerden kann man die Schädlinge auf unterschiedliche Arten. Im Gartenhandel lassen sich sowohl Möglichkeiten für eine sanfte Vernichtung finden, als auch für eine starke Vernichtungswaffe. Weil starke Substanzen sich negativ auf Nützlinge und Umwelt auswirken, ist generell die sanfte Methode zu bevorzugen.