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Französischer Garten

Der französische Garten ist im Prinzip eine Weiterentwicklung des italienischen Gartens, aber kein Synonym dafür: Viel stärker als im italienischen Garten formalisiert der französische Garten die Natur, beherrscht sie, formt sie nach strengen Regeln. Kein Wunder, dass der französische Garten auch formaler Garten genannt wird. Seinen anderen Beinamen, Barockgarten, erhielt der französische Garten deshalb, weil seine Entstehung in die Zeit des Barock fällt. Zu dieser Zeit diente er nur einem Zweck: Der Demonstration von Macht.




Große, repräsentative Gärten im französischen Stil mit den klassischen Elementen Parterre, Boskett und Wald besitzen wohl die wenigsten Privatleute. Wer möchte, kann sich aber die Gestaltungskriterien des Barockgartens auch in seinem kleinen heimischen Garten zunutze machen. Charakteristisch sind hier geometrische Gestaltungselemente und strenge, klare Schnitte. Diese Gestaltungsmittel sind äußerst vielseitig: Ein in geometrischen Formen angelegtes Beet oder ein Rasen mit Ornamenten können sehr verspielt wirken und in Kombination mit mediterranen Gewächsen Gemütlichkeit und Leichtigkeit verbreiten. Beschränkt man sich in der Anlage des Gartens auf die klaren Formen und Linien, auf strenge Symmetrie und akkurate Schnitte der Pflanzen, kann daraus ein sehr moderner Garten entstehen, der Eleganz mit Schlichtheit verbindet. Denkbar wäre in einem solchen Garten auch der Einsatz ungewöhnlicher Materialien wie etwa große Bodenplatten aus edel-grauem Schiefer, Granit oder luxuriösem Marmor.

Französischer Garten

Französischer Garten ©iStockphoto/clodio