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Anbau von Äpfeln

Jeden Tag einen Apfel essen erspart den Gang zum Arzt heisst es in einem Sprichwort. Äpfel sind in der Tat sehr gesunde Früchte, da sie über viele Vitamine und Spurenelemente verfügen. Noch gesünder ist es seine Äpfel im eigenen Garten anzubauen, da man auf den Gebrauch von Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln bewusst verzichten oder zumindest Einfluss nehmen kann.




Ein Apfelbaum lässt sich zwar auch aus einem Samen ziehen es ist jedoch, wenn man eine baldige Ernte anstrebt nicht das vorteilhafteste Verfahren. Am besten erwirbt man einen jungen Baum in einem Pflanzencenter oder einer Baumschule. Die Auswahl ist riesengroß und aus den ca. 1000 in Deutschland gebräuchlichen Apfelbaumsorten kann man nach individuellen Wünschen selektieren. Je nach dem wie viel Platz man im Garten zur Verfügung hat kann man bei der Wahl auf verschiedene Zuchtformen zurückgreifen, dem herkömmlichen Hochstamm, Halbstamm, Buschbaum oder Spalierformen. Beim Kauf beraten lassen, ob es sich um eine selbst befruchtende Apfelsorte handelt, oder ob ein zweiter Baum notwendig ist. Nur befruchtete Bäume entwickeln Früchte!

Apfelbäume kann man prinzipiell das ganze Jahr über pflanzen, im Winter ist nur auf Frostfreiheit zu achten. Gut beraten ist man mit einer Pflanzung in den Monaten Oktober und November, so sind die Wurzeln bis zur Vegetationszeit in das Erdreich eingewachsen. Containerpflanzen neigen oft zu einem kreisrunden Wurzelwachstum bedingt durch die Enge im Topf. Vor der Pflanzung deshalb die Wurzel gut auflockern. Bei Aushub des Pflanzloches ist darauf zu achten, dass dieses doppelt so breit wie der Durchmesser des Wurzelstockes angelegt wird. Beim Einsetzen des Baumes in das Pflanzloch soll die Veredelungsstelle dessen ca. 10cm über dem Boden liegen. Hoch- und Halbstämme brauchen zur Befestigung in den ersten Jahren noch einen Stützpfahl, der neben dem Pflanzloch in die Erde getrieben wird. In der Periode des Anwachsens empfiehlt es sich den Jungbaum regelmäßig zu gießen, später ist dies nur in Ausnahmefällen, wie längeren Trockenzeiten nötig.

Äpfel

Äpfel @iStockphoto/Saskia Massink

Eine gute Düngung mit Kompost sorgt nicht nur für eine lockere Bodenstruktur, der Apfelbaum wird es mit kräftigem Wuchs danken. Konkrete Winterschutzmaßnahmen sind für einheimische Apfelbäume nicht von Bedeutung. Man kann jedoch gerade bei jungen Bäumen einen Weißanstrich gegen Frostrisse am Stamm anbringen, dieser sorgt für Temperaturausgleich in der Übergangsphase zum Frühjahr.

Um Obstbaumschädlinge abzuwehren sollte man um den Stamm des Baumes einen Leimring anbringen auf dem die kriechenden Schädlinge, wie das Weibchen des Frostspanners kleben bleiben. Auf den Einsatz von Insektiziden kann so komplett verzichtet werden. Gegen Pilzkrankheiten muss man den Baum jedoch spritzen, dies kann aber durchaus mit ökologischen Mitteln geschehen. Eine Brühe aus Ackerschachtelhalm wirkt vorbeugend gegen Pilzkrankheiten der Apfelbäume und ist für die Umwelt völlig unschädlich.

Die Pflege des Obstbaumes bezieht sich über die Kompostgaben hinaus auch auf den richtigen Schnitt der Äste. Neben dem Pflanzschnitt, der meist schon in der Baumschule ausgeführt wird um ein rasches Anwachsen zu fördern, erfolgt ab dem 2. Jahr ein Erziehungsschnitt. Bei älteren Bäumen dient der Instandhaltungsschnitt der Belichtung und Lüftung der Baumkrone. Ist der Baum bereits einem fortschreitenden Alterungsprozess ausgesetzt hilft der Verjüngungsschnitt, ein starker Rückschnitt bis ins alte Holz, so kann der Baum wieder neue Fruchtansätze bilden.

Beachtet man die Pflegehinweise seines Apfelbaums kann man jedes Jahr nach der Blüte, die von April bis Mai stattfindet, je nach Sorte spätestens im September seine eigene Ernte einbringen.