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Nutzgärten

In einem Nutzgarten werden Nutzpflanzen wie Gemüse und Obst angebaut. Der Nutzgarten dient der Nahrungsmittelherstellung. Die Geschichte der Nutzgärten beginnt mit der Sesshaftwerdung des Menschen, als er zu Ackerbau und Viehzucht überging. Vor allem Bauern haben schon immer Nutzgärten angelegt, da sie traditionell für die Erzeugung der Lebensmittel zuständig waren. Der Bauerngarten besitzt heute allerdings keine Bedeutung mehr für die Landwirtschaft.




Die heutigen Nutzgärten finden sich insbesondere in Schrebergärten, Kleingärten und Mietergärten. Kräuter oder Beeren aus dem eigenen Garten sind einfach unübertroffen in Frische und Geschmack. Das ist auch einer der häufigsten Gründe für viele Hobbygärtner, einen Garten anzulegen. Dazu kommt, dass man im eigenen Nutzgarten entscheiden kann, welche Art von Pflanzenschutz man verwendet. Ein Biogarten ist auch bei größeren Gartenanlagen ohne Mehraufwand möglich.

Nutzgarten

Nutzgarten ©iStockphoto/Stefani_Ecknig

Ein weiterer Vorteil des Nutzgartens ist, dass er auch auf kleinster Fläche gepflegt werden kann. In Kleingärten, aber auch in Balkonkästen oder Dachgärten lassen sich Tomaten, Basilikum und Petersilie ziehen. Steht mehr Platz zur Verfügung, ist die Errichtung eines Gewächshauses eine interessante Möglichkeit, die Pflanzenvielfalt zu vermehren. Gewächshäuser sorgen für optimierte Wachstumsbedingungen, indem sie die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit regeln. Sie erlauben auch den Anbau von Pflanzen, die unter den herrschenden Klimabedingungen nur langsam oder gar nicht gedeihen würden. Ein Gewächshaus kann man schon aus einigen alten Fensterscheiben selbst bauen oder man wählt aus dem breiten Angebot von Glas- und Foliengewächshäusern das Passende aus. In einem Gewächshaus mit Heizung können bestimmte Pflanzen auch ganzjährig angebaut werden.

Wer einen Nutzgarten anlegen möchte, der braucht eine gewisse Planung. Soll es ein Gemüsegarten, ein Kräutergarten oder ein Obstgarten sein? Oder eine Mischung von allem? Dementsprechend müssen die Beete angelegt und die Verteilung der Pflanzen überlegt werden. Sinnvoll ist es, sich auf einem Blatt Papier die Beete mit den gewünschten Pflanzensorten aufzuzeichnen. Wenn der Nutzgarten neu angelegt wird, sollte man sich unbedingt viel Zeit für die Planung der Beete nehmen. Der Abstand zwischen den Beeten sollte groß genug sein, um bequem arbeiten und mit Gartengeräten frei hantieren zu können. Ebenso ist die Lage des Gartens wichtig für die Bepflanzung. Wie fällt das Sonnenlicht im Laufe des Tages auf den Garten? Gibt es Schattenzonen? Bei der Auswahl der Pflanzen sollte das berücksichtigt werden. Empfehlenswert ist ferner, eine Ernteplanung für den Nutzgarten vorzunehmen, am besten im Frühjahr, bevor man mit der Aussaat anfängt. Mit einer Ernteplanung stellt man sicher, dass man das ganze Gartenjahr über die Früchte seiner Arbeit ernten kann und vermeidet so auch unschöne Lücken in den Beeten.