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Japanische Gärten

Japanische Gärten gelten als Inbegriff von Minimalismus, der dennoch eine zeitlose Schönheit und Harmonie verkörpert. Sie verstehen sich als Landschaftsgemälde, das nicht mehr verändert werden soll. So erklärt sich auch, warum die Gestaltung japanischer Gärten an japanische Gemälde erinnert und wieso einige Elemente wie beispielsweise Wasser symbolisch dargestellt werden. Gerade das Wasser ist ein wichtiges Gestaltungselement eines japanischen Gartens: Es wird symbolisiert durch Kies oder geharkte Kiesflächen, da echte Wasserflächen zum einen sehr teuer und pflegeaufwändig, zum anderen aber auch veränderlich wären, was nicht mehr der Grundidee des unveränderlichen Gemäldes entspräche.




Einen japanischen Garten anlegen heißt auf Japanisch ishi wo tatsu – Steine aufstellen. Schon allein diese Bezeichnung macht klar, worum es beim japanischen Garten geht: In erster Linie ist er ein Steingarten, der seine Schönheit und Anziehungskraft eher seinen Formen und weniger seinen Farben verdankt. Die wenigen Pflanzen, die man hier findet – vorrangig Bäume wie die Kiefer, Ahorn oder Kirsche, aber auch Kamelie, Päonie, Lotus und Moose – sind entweder streng gestaltet oder sie wirken als Einzelstück an einem besonderen Platz. Typisch für den japanischen Garten sind auch Gestaltungselemente wie Steinlaternen, Bambuszäune oder stilisierte Tore, die Tori.

Japanischer Garten

Japanischer Garten ©iStockphoto/dennisvdw

Wer einen japanischen Garten selbst anlegen möchte, benötigt viel Vorstellungskraft und gärtnerisches Wissen: Blickpunkte und Perspektiven sind die zentralen Themen bei der Gestaltung. Angefangen wird immer mit der Anlage einer Wasserlandschaft, einem zentralen Stein oder Baum, um die alles andere angeordnet wird. Bis zur Fertigstellung des Gartens benötigt man Geduld, da die wenigen Pflanzen meist langsam wachsen und immer wieder ein Schnitt erfolgen muss, um die gewollte Strenge und Symmetrie zu erhalten. Die Pflege erfolgt relativ unkompliziert und schnell.