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Wie lege ich einen Rasen an?

Wer einen Rasen neu anlegen möchte, für den ist es wichtig, verschiedene Punkte zu berücksichtigen, um später voll und ganz zufrieden zu sein. Zu Anfang sollte man sich überlegen, welchen Verwendungszweck der Rasen haben soll. Der Zweck bestimmt alles weitere in der Planung und Ausführung. Möchte man einen Zierrasen zur dekorativen Begrünung? Soll es ein englischer Rasen oder eine Wiese sein? Werden Kinder auf dem Rasen spielen? Ist der Rasen besonderen Belastungen ausgesetzt? Oder möchte man Sport auf dem Rasen treiben? Außerdem sollte man sich darüber klar werden, wie viel Zeit und Geld man in die Rasenpflege investieren möchte.




Eine Bodenuntersuchung vor der Aussaat gibt Auskunft über die Qualität des Bodens, insbesondere über seinen Nährstoffgehalt, die Beschaffenheit (Lehm-, Sand- oder Tonboden) und den pH-Wert. Diese Informationen sind wichtig für die Rasenanlage und die Zusammensetzung des Düngers. Ferner ergeben sich Anhaltspunkte für die Häufigkeit und Intensität der Bewässerung. Bodenuntersuchungen führen Düngemittelhersteller und Institute der Bundesländer durch.

Die Wahl der Rasenart entscheidet über die Art des Saatguts. Ein Zierrasen braucht andere Gräsersorten als ein Rasen, der stark durch Sport und Spiel strapaziert wird. Bei der Auswahl des Saatguts sollte auch die Lage des Rasens im Blick behalten werden: liegt der Rasen in der Sonne oder meistens im Schatten? Für den letzteren Fall ist ein spezielles Saatgut für einen Schattenrasen erforderlich. Beim Säen sollte man sich für Qualitätssaatgut entscheiden, das zuverlässig keimt und gesunde, kräftige Pflanzen hervorbringt. Billige Samen müssen in der Menge stärker konzentriert gesät werden, manchmal ist mehr als die doppelte Menge pro Quadratmeter erforderlich, wodurch sich auch ein scheinbar günstiges Angebot schnell verteuern kann.

Rasen anlegen

Rasen anlegen ©iStockphoto/erikreis

Die Gräsersorten unterscheiden sich in der Wachstumsgeschwindigkeit und im Wasserverbrauch. Das hat Folgen für die Rasenpflege. Ein langsam wachsender Schattenrasen zum Beispiel muss durchschnittlich halb so oft gemäht werden und verbraucht deutlich weniger Wasser wie ein Sportrasen.

Vor der Aussaat ist der Boden vorzubereiten. Steine oder Bauabfälle müssen entfernt werden. Wichtig ist, die Beschaffenheit des Bodens an die Anforderungen der Gräser anzupassen, die weder einen zu festen noch zu lockeren Boden vertragen. Bestehende Wasseransammlungen an bestimmten Stellen sollten durch eine Drainage beseitigt werden. Nun kann mit dem Umgraben der Fläche begonnen werden, am besten mit einem Spaten. Anschließend wird die Oberfläche mit einem Rechen begradigt. Die umgegrabene Fläche sollte vier Wochen ruhen, damit in dieser Zeit Unkrautsamen austreiben, die man kurz vor der Aussaat leicht entfernen kann.

Für die Aussaat ist das Frühjahr optimal, denn in dieser Zeit wachsen Gräser wie alle anderen pflanzen auch am schnellsten. Sehr empfehlenswert für die Aussaat ist ein Streuwagen, der das Saatgut gleichmäßig auf dem Boden verteilt. Vor dem Säen ist der Boden leicht aufzuharken. Nach dem Säen klopft man den Boden mit dem Spaten fest oder walzt ihn. Anschließend muss der Boden ungefähr vier Wochen gut bewässert werden, damit das Saatgut keimen kann. Der erste Schnitt erfolgt, wenn das junge Gras 8 bis 9 Zentimeter hoch ist. Die Schnitthöhe sollte 4 bis 5 Zentimeter betragen und entfernt werden. Anschließend ist eine Düngung mit Stickstoff wichtig, um das weitere Wachstum zu unterstützen. Regelmäßiges Bewässern und Mähen sorgen für ein schnelles Wachstum des Rasens.