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Mähen und Vertikutieren

Das Mähen des Rasens gehört zu den Tätigkeiten, die wie die Bewässerung regelmäßig anfallen. Dabei ist der richtige Schnitt wichtig: er darf nicht zu kurz und nicht zu lang sein, wenn die Freude am eigenen Grün erhalten bleiben soll. Ist der Rasen zu kurz gemäht, dann trocknet er schnell aus und ist bei Hitzeperioden der Sonne schutzlos ausgeliefert, mit der Folge, dass Verbrennungen nicht verhindert werden können. Ein Rasen, der zu hoch ist, wächst unregelmäßig und büßt seine Dichte ebenso so ein wie seine Trittfestigkeit. Auch Unkraut und Moos können sich leichter ausbreiten, da die Grashalme nicht mehr Seitentriebe bilden, sondern in die Höhe wachsen.




Ein Rasen sollte während der Wachstumsperiode von März bis Oktober regelmäßig gemäht werden. Regelmäßiges Mähen ist für die gesamte Entwicklung des Rasens deutlich sinnvoller als seltenes, aber radikales Kürzen. Im Frühjahr ist das Wachstum des Rasens am größten, im Sommer lässt es nach und fällt zum Herbst hin ab.

Die Schnitthäufigkeit liegt bei Zierrasen und Sportrasen im Durchschnitt bei ein bis zwei Mal pro Woche, beim Schattenrasen ungefähr ein Mal alle zwei Wochen. Beim Mähen gilt die Faustregel, nicht mehr als ein Drittel der Gräserhöhe abzuschneiden.

Rasenmähen

Rasenmähen ©iStockphoto/BrianAJackson

Die Mindesthöhe des Rasens hängt von der Rasenart ab. Bei einem Zierrasen liegt sie zwischen 3 und 4 Zentimetern, bei einem Sportrasen zwischen 4 und 5 Zentimetern. Ein Schattenrasen sollte länger wachsen, auf ungefähr 6 Zentimeter, damit die Grashalme trotz fehlender Sonne ausreichend Photosynthese betreiben können.

Bei den Rasenmähern gibt es ein breites Angebot an unterschiedlichen Modellen, das einfache mechanische Rasenmäher, elektrische Rasenmäher und Benzinrasenmäher umfasst. Alle Typen arbeiten nach zwei Verfahren: als Sichelmäher oder als Spindelmäher.
Der Sichelmäher durchtrennt die Grashalme mit einer Klinge, der Spindelmäher schneidet die Grashalme mit zwei Messern. Beide Rasenmähertypen haben Vorzüge und Nachteile. Der Sichelmäher ist ein robustes Gerät, das auch hohe Grashalme und nasses Gras schneidet, allerdings nicht so gleichmäßig wie der Spindelmäher. Der Spindelmäher schneidet sehr präzise, kann aber nasses Gras nicht so gut kürzen und ist für hohes Gras nicht geeignet. Das bedeutet, dass man mit einem Spindelmäher häufiger den Rasen mähen muss als mit einem Sichelmäher. Rasenmäher können die Abfälle, die beim Mähen entstehen entweder gleich einsaugen oder auf dem Rasen liegen lassen. Es gibt auch spezielle Mulchmäher: dabei handelt es sich um Rasenmäher, die das anfallende Schnittgut (Mulch) zerkleinern und verstreuen, so dass es abgebaut werden kann und dem Rasen Nährstoffe liefert. Welcher Rasenmähertyp besser geeignet ist, hängt vor allem vom Verwendungszweck des Rasens ab.

Das Vertikutieren ist eine Pflegemaßnahme, die den Rasen vor Verfilzung schützt. Unterhalb der Schnitthöhe breiten sich im Laufe der Zeit die Seitentriebe der Grashalme aus. Das ist bis zu einem gewissen Ausmaß auch erwünscht, denn dadurch wird der Rasen dicht, voll und belastbar. Ist allerdings eine gewisse Grenze überschritten, dann wird die Dichte zur Gefahr für die Qualität des Rasens. Die zunehmenden Seitentriebe, abgestorbene Blätter oder Pflanzenreste bilden zusammen den so genannten Rasenfilz, der das Eindringen des Wassers in den Boden behindert. Dadurch werden die Grashalme bei der Aufnahme von Wasser und Nährstoffen gestört.

Um den Rasen vor einer Verfilzung zu schützen, wurde das Vertikutiergerät entwickelt. Es sieht aus wie ein Rasenmäher und ist als Elektrovertikutierer oder Benzinvertikutierer erhältlich. Der Vertikutierer ritzt mit vertikal gerichteten Messern die Grasnarbe bis zu einigen Millimetern im Boden auf. Daher stammt auch der Name: das englische „vertical cut“ bedeutet auf Deutsch „vertikaler Schnitt“. Das Vertikutieren entfernt Verwucherungen der Seitentriebe, Unkraut und Moos. Empfehlenswert ist das Vertikutieren im Frühjahr ab April, wenn das Gras kräftig wächst. Vor dem Vertikutieren muss der Rasen gemäht werden. Nach dem Vertikutieren ist ein idealer Zeitpunkt für die Düngung, denn nun ist der Boden besonders aufnahmefähig. In der Regel ist es ausreichend, den Rasen ein bis zwei Mal pro Jahr zu vertikutieren, wobei in jedem Fall ein Vertikutiergang im Frühjahr stattfinden sollte. Während Hitzeperioden ist das Vertikutieren nicht sinnvoll, ebenso wenig in regenarmen Sommern.

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