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So kekämpfen Sie Ameisen und bauen eine Ameisenfalle

Ameisen sind wirklich äußerst lästige Plagegeister. Das Schlimme daran ist, dass sie niemals einzeln auftauchen, sondern stets in großer Anzahl erscheinen. Wie aus dem Nichts befinden sich plötzlich und völlig überraschend Tausende von Ameisen in der Wohnung oder auf der Terrasse. Sie einfach wegzufegen, gelingt nicht. So leicht lassen sich die Ameisen nicht vertreiben. Da müssen schon andere Mittel angewendet werden. Ameisen sind zwar nicht gefährlich, aber sie stellen ein hohes Risiko bezüglich der Hygiene dar. Wer möchte schon Nahrungsmittel essen, in denen sich zuvor zahlreiche Ameisen aufgehalten haben? Schon aus diesem Grund ist es ratsam, zeitnah geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Es muss allerdings nicht immer die chemische Keule geschwungen werden. In den meisten Fällen reichen Hausmittel zur Vertreibung dieses Ungeziefers völlig aus.




Ameisen mit bewährten Hausmitteln vertreiben

Zunächst ist ein wenig Beobachtung nötig. Der Wanderpfad, der auch als Ameisenstraße bezeichnet wird, sollte bekannt sein. Dieser ist relativ leicht zu finden, weil die Ameisen stets den gleichen Weg nutzen. Dort laufen sie zu Hunderten hin und her. Auf diese Weise versorgen sie den Nachwuchs mit Nahrung. Die Ameisenstraße führt immer dort hin, wo die Plagegeister etwas zu fressen finden. Manchmal reicht es aus, die Nahrungsquelle zu entfernen. Am anderen Ende der Ameisenstraße befindet sich der Bau. Dieser ist allerdings äußerst schwer zu entdecken.

Ameisen

Ameisen ©iStockphoto/Dreamframer

Ameisen reagieren sehr empfindlich auf verschiedene Gerüche. Wird etwas Zimt oder Lavendelöl auf den Wanderpfad verteilt, kann es durchaus möglich sein, dass sich die Plagegeister davon abschrecken und somit vertreiben lassen. Es kann allerdings auch passieren, dass sich die kleinen Plagegeister kurzerhand einen anderen Weg bahnen. Das sollte immer im Auge behalten werden. Die Ameisen aus der Wohnung zu vertreiben, ist deutlich besser, als sie zu töten. Im Garten sind Ameisen sehr nützliche Tiere. Sie sorgen für die Auflockerung des Bodens und ernähren sich auch von Pflanzenschädlingen. Daher ist eine Ameisenbekämpfung im Garten nicht unbedingt sinnvoll. Dort stören sie ja auch kaum.

Mit natürlichen Mitteln Ameisen vernichten

Besonders unangenehm wird es, wenn sich zu viele Ameisen in der Wohnung aufhalten. Dann entsteht eine richtige Ameisenplage. In dem Fall nützen die Mittel zur Vertreibung dieses Ungeziefers nichts. Bevor jetzt jedoch in Wohnräumen mit einem Insektizid gearbeitet wird, sollte versucht werden, die Ameisenplage mit einem natürlichen Mittel entgegenzutreten. Ein sehr gut wirkendes Mittel ist Backpulver. Das Backpulver muss direkt auf den Ameisenstraßen verstreut werden. Sobald die Ameisen es fressen, sterben sie. Damit sie es auch fressen, kann gerne etwas Zucker dazugegeben werden. Ameisen fressen grundsätzlich alles gerne, was süß schmeckt.

Ein anderes natürliches Mittel ist Essig. Dazu ist ein Schwamm erforderlich. Dieser wird mit Essig vollgesaugt und an dem Wanderpfad platziert. Es können aber auch durchaus mehrere Schwämme benutzt werden. Den Duft vom Essig nehmen die Ameisen schon aus größerer Entfernung auf. Die Ameisen werden von den mit Essig getränkten Schwämmen magisch angezogen. Das führt dazu, dass sich an jedem Schwamm unzählige Ameisen befinden. Sobald der Schwamm in einen Topf mit kochendem Wasser gelegt wird, sterben die Ameisen ab. Das klingt etwas brutal, ist in vielen Fällen aber die beste Methode zur Ameisenbekämpfung. Der einzige Nachteil dieser Methode besteht darin, dass zur Erwärmung des Wassers Energie verbraucht wird.

Die Ameisen können aber auch direkt mit heißem Wasser abgetötet werden. Befinden sich zahlreiche Ameisen auf dem Wanderpfad, werden diese mit heißem Wasser übergossen. Dadurch sterben sie sofort. Diese Methode funktioniert aber nur auf Fußböden mit Fliesen. Auf einem Parkett- oder Laminatboden richtet das heiße Wasser große Schäden an. Deshalb ist die Ameisenbekämpfung mit dieser Methode auf solchen Fußböden nicht zu empfehlen.

Eine Ameisenfalle bauen

Eine weitere gute Methode zur Bekämpfung dieser Plagegeister ist der Bau einer Ameisenfalle. Das ist gar nicht so schwer, aber dennoch äußerst effektiv. Es wird eine flache Schale mit einem 1,5 bis 2,5 Zentimeter hohen Rand benötigt. Die Schale sollte aus einem Material mit glatter Oberfläche bestehen. Am besten eignen sich dazu Schalen aus Porzellan oder Glas. Die Schale wird mit Bier bis kurz unterhalb des Rands befüllt. Zusätzlich sollte etwas Zucker hineingestreut werden. Dieses süße Zucker-Bier-Gemisch riechen die Ameisen sofort. Die Schale sollte natürlich immer dort aufgestellt werden, wo sich die Ameisen ihren Weg eingerichtet haben. Die Ameisen kriechen in die Schale hinein und ertrinken im Bier.

Das Bier mit den toten Ameisen muss dann regelmäßig entsorgt werden. Sobald die Schale wieder aufgefüllt wurde, geraten die nächsten Ameisen in diese simple Falle. Erst dann, wenn sich keine Ameisen mehr darin befinden, kann davon ausgegangen werden, dass die Ameisenplage restlos bekämpft wurde. Diese Methode der Ameisenbekämpfung gehört zu den günstigsten und wirksamsten Mitteln.

Es gibt auch ähnlich funktionierende Ameisenfallen im Fachhandel oder im Gartencenter zu kaufen. Doch diese sind um ein Vielfaches teurer als selbst gebaute Ameisenfallen. Trotz des hohen Anschaffungspreises ist die Wirkung der gekauften Ameisenfallen nicht besser. Nachteilig daran ist auch, dass sich gekaufte Ameisenfallen nicht nachfüllen lassen. Lassen sich die Plagegeister mit einer Falle nicht im ausreichenden Maße bekämpfen, muss eine komplett neue Falle nachgekauft werden. Dadurch entstehen nicht nur hohe Ausgaben, sondern auch eine Menge Müll. Eine selbst hergestellte Ameisenfalle kostet nur ein wenig Bier und etwas Zucker.

Den zukünftigen Ameisenbefall verhindern

Ameisen dringen nur in die Wohnung ein, wenn sie dort geeignete Nahrung aufgespürt haben. Meistens handelt es sich dabei um Zucker oder andere Lebensmittel, die für die Ameisen einen angenehmen Geschmack aufweisen. Daher ist es sinnvoll, den Weg der Ameisen zu beobachten. Sobald herausgefunden wurde, welche Lebensmittel sie in der Wohnung suchen, sollten diese so verwahrt werden, dass sie für das Ungeziefer nicht mehr erreichbar sind. Eventuell leisten Dosen aus Kunststoff oder Metall in diesem Bereich einen guten Dienst. Die Lebensmittel einfach in einem Schrank aufzubewahren, bringt keinen Erfolg. Die Plagegeister gelangen auch durch kleinste Spalten der Schranktüren ins Innere. Verschlossene Dosen hingegen stellen unüberwindbare Hindernisse für die Ameisen dar.

Auf den Ameisenstraßen herrscht meistens ein reger Verkehr. Daher ist es auch sinnvoll, den Ameisen auf dem Rückweg zu folgen. Dadurch ist erkennbar, an welcher Stelle sie in die Wohnung gelangen. Das können kleinste Ritzen im Mauerwerk oder im Fußboden sein. Diese Ritzen sollten dann unverzüglich geschlossen werden. Das gelingt am besten mit Silikon. Nun hat natürlich nicht jeder eine Silikonspritze mit passender Kartusche im Haus. Dann lassen sich die Eintrittsöffnungen behelfsweise auch mit erhitztem Kerzenwachs wieder verschließen. Dieser ist zwar nicht ganz so haltbar wie Silikon, aber die Ameisen können ihn nicht durchdringen. Darauf kommt es ja schließlich an.

Fazit

Um Ameisen erfolgreich bekämpfen zu können, müssen nicht gleich hochwirksame Insektizide her. In einer Wohnung oder im Haus sollten ohnehin nicht solche chemischen Substanzen angewendet werden. Es ist niemals vorhersehbar, wie diese Substanzen auf die Gesundheit der Bewohner oder der Haustiere wirken. Daher ist es auf jeden Fall empfehlenswert, natürliche Mittel einzusetzen. Es stehen viele alt bewährte Hausmittel zur Wahl. Zudem ist es möglich, ohne großen Aufwand eine gut funktionierende Ameisenfalle zu bauen. Die Bekämpfung von Ameisen ist im Grunde genommen ganz einfach.